Karl Wegener: Der DOM in Person

Langjähriger Bereichsleiter für den Zeitschriftenverlag geht in Ruhestand

Wenn in den letzten Wochen und Monaten innerhalb und außerhalb des Bistums sowie im Kollegenkreis die Rede davon war, dass Karl Wegener in den Ruhestand geht, blieb dies von niemandem unkommentiert. Karl Wegener war für viele seit Jahren und Jahrzehnten die personifizierte Stabilität der Kirchenzeitung des Erzbistums Paderborn Der DOM.

Karl Wegener mit seinen Nachfolgerinnen Dagmar Wilde (l.) und Astrid Rohde. Foto: Auffenberg

 

von Rolf Pitsch

1954 in Etteln geboren, startete er 1972 seine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Bonifatius GmbH am alten Standort von Druckerei und Verlag in der Paderborner Innenstadt. 1978 übernahm er die Verantwortung für die Anzeigenabteilung der Kirchen­zeitung, 1991 wurde ihm die Bereichsleitung für den Zeitschriftenverlag übertragen. Seit 2015 oblag ihm die organisatorische Zusammenführung von Zeitschriften- und Buchverlag im Unternehmen.

Mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, Redakteuren und Redakteurinnen sowie festen freien Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Garant des wöchentlichen Erscheinens der Kirchenzeitung zu sein, war immer der Arbeitsschwerpunkt. Daneben war Karl Wegener im Unternehmen der Gesprächs- und Kooperationspartner für Druckprodukte, für die es Anzeigen zu akquirieren galt. So betreute er viele Jahre die Quartalszeitschrift „Caritas in NRW“. Über unsere Kirchenzeitung und das Unternehmen hi­naus gehörte er zu einer Generation von Verantwortlichen für die Bistumszeitungen, die intensiv Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausloteten und in die Tat umsetzten. Mitte der 1980er-­Jahre entwickelte eine Gruppe von Kirchenzeitungsverlagen die monatliche Beilage „Familien-­Journal“, für die Karl Wegener die Anzeigenverwaltung übernahm. Für die Kirchen­zeitungen in NRW wurde durch ihn von Paderborn aus der Versuch unternommen, durch gemeinsame Anzeigen-­Vermarktung auf NRW-­Ebene das Miteinander finanziell und strukturell zu optimieren.

Neben dieser aktiven Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung der katholischen Presse engagierte sich Karl Wegener immer auch außerhalb des eigenen Sprengels: in

der Genossenschaft KONPRESS, die für evangelische und katholische Wochentitel die nationale Anzeigenvermarktung betreibt oder auch als Vertreter des Katholischen Medienverbandes in der Interessengemeinschaft zur Verbreitung von Werbeträgern (IVW), die verbindlich die Auflagenentwicklung deutscher Medien erfasst und publiziert.Schaue ich auf Karl Wege­ners berufliche Laufbahn, wird nochmals deutlich, welchen Stellenwert neben den Inhalten einer Zeitung das wirtschaftliche Gerüst auch durch Anzeigen für Qualitätszeitungen hat. Selten stehen die dafür Verantwortlichen in der ersten Reihe, aber sie sind immer bereit, für die erste Reihe Verantwortung zu übernehmen.In einem sehr außergewöhnlichen Maß hat Karl Wegener in Loyalität und Solidarität seine Aufgaben für das Unternehmen im Allgemeinen und für die Kirchenzeitung im Besonderen wahrgenommen. Dies war unter den drei Herausgebern der Kirchenzeitung zwischen 1978 und heute zu gewährleisten: Lorenz Kardinal Jaeger, Johannes Joachim Kardinal Degenhardt und Erzbischof Hans-Josef Becker. An den Abstimmungen mit ihren Generalvikaren und Pressesprechern war Karl Wegener kontinuierlich beteiligt. Vier Chefredakteure verantworteten im genannten Zeitraum die Inhalte der Kirchenzeitung.

Nun folgen zwei Frauen Herrn Wegener nach. Dagmar Wilde übernimmt die Bereichsleitung des Verlages zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben und mit Astrid Rohde haben wir seit einigen Monaten die neue Anzeigenverantwortliche gefunden. Herrn Wegener gilt mein aufrichtiger Dank. Ich wünsche Zufriedenheit und Gesundheit im (Un-)Ruhestand.

Der Autor ist Geschäftsführer der Bonifatius GmbH.

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