„Ihr seid die Gegenwart Gottes“

Pilgerinnen und Pilger aus aller Welt feiern beim Weltjugendtag ihren Glauben

Herzlich wurden die 151 Pilgerinnen und Pilger aus dem Erzbistum Paderborn in Costa Rica begrüßt.

 

Panama-Stadt. Mit einem festlichen Gottesdienst ist der katholische Weltjugendtag in Panama mit Papst Franziskus am Sonntag zu Ende gegangen. Ins Zentrum seiner Predigt vor Hunderttausenden Gläubigen auf dem „Campo San Juan Pablo II“ rückte das Kirchenoberhaupt den Gedanken des Aufbruchs: Junge Menschen sollten sich mit ihren Fragen und Träumen nicht vertrösten lassen. Unter den Pilgern waren auch 151 junge Christen aus dem Erzbistum Paderborn.

Von Laura Konieczny (

Text), Foto: youpax

„Der Weltjugendtag ist ein Geschenk des Himmels. Denn in diesen Tagen erleben wir eine junge und fröhliche Kirche“, zieht Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder nach dem Abschlussgottesdienst eine positive Bilanz. Benedikt Hebbecker, Weltjugendtagsreferent des Erzbistums Paderborn, fügt hinzu: „Ich bin sehr zufrieden, dass die Organisation des Weltjugendtages so reibungslos funktioniert hat. Die Organisatoren in Panama haben großartige Arbeit geleistet, sodass ein echtes Glaubensfest möglich war.“ Sowohl in Costa Rica als auch in Panama habe die Gruppe überall erlebt, wie sehr sich die Menschen freuen, die Jugendlichen der Welt als Gäste aufnehmen zu dürfen.

„Durch die Begegnung mit den Menschen und die Ermutigung des Papstes haben wir neuen Schwung und neue Ideen für die Kirche in Deutschland erhalten“, betont Hebbecker. „Ich freue mich, dass auch die soziale Frage eine Rolle gespielt hat“, ergänzt Markus Wippermann, Diöze­sanseelsorger des BDKJ.

Begonnen hatte die weite Reise zum Weltjugendtag für die Pilgerinnen und Pilger aus dem Erzbistum Paderborn in Costa Rica. Die ersten Tage verbrachte der Großteil der Pilger in Jacó am Pazifik, um sich zu akklimatisieren und bei einem Ausflug in den Nationalpark Manuel Antonio die lokale Flora und Fauna kennenzulernen.

Auf dem Programm stand auch der Besuch eines Kaffeeprojektes der Kolpingsfamilie Bolivia in der Diözese San Isi­dro. Die Kooperation mit der Diözese kam durch Kontakte des Kolpingwerk Diözesanverbandes Paderborn zustande, das mit Kolpingverbänden in insgesamt sieben lateinamerikanischen Ländern zusammenarbeitet. „Auf diese Weise möchten wir den Weltjugendtag nachhaltiger gestalten“, erklärt Diözesanjugendpfarrer Schröder. Durch die gemeinsame Zeit in Costa Rica, gemeinsame Gebete und vor allem den Austausch der jungen Menschen erhoffe er über die Reise hinaus andauernde Kontakte – vielleicht sogar neue Jugendprojekte – zu initiieren.

Durch die Gespräche mit costa-ricanischen Jugendlichen und durch den Besuch auf der Kaffeeplantage des Farmers Don Francesco, einem vom Kolpingwerk International geförderten Projekt, lernten die jungen Erwachsenen die Lebensrealität des mittelamerikanischen Staates kennen.

Nach einem langen Tag im Bus und dem Besuch der Kolpingsfamilie in Bolivia sind die Pilger vor allem erschöpft. Die Müdigkeit schwindet jedoch schnell, als die drei Reisebusse der Gruppe im Zen­trum von San Isidro vorfahren. Mit lauter Musik, Tanz und Gesang begrüßen die freiwilligen Helferinnen und Helfer aus der costa-ricanischen Diözese ihre Gäste zu den „Tagen der Begegnung“, dem offiziellen Vorprogramm zum Weltjugendtag. Drei Tage verbringen die Pilgerinnen und Pilger hier in Gastfamilien.

Nach einem herzlichen Willkommen bei der Registrierung der Pilgergruppe lädt Bischof Gabriel zur Messe in der Kathedrale. Begrüßt werden die Deutschen wie Superstars.

(Den ganzen Text und weitere Fotos finden Sie in der Printausgabe des Dom Nr. 5, ab Seite 6)

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