Gott finden zwischen Tüll und Schmuck

Das Dekanat Emschertal und der evangelische Kirchenkreis Herne waren bei der „Wedding Time“ dabei

Herne. Über 50 Aussteller präsentierten sich im Kulturzentrum auf der dritten „Wedding Time“, der Großveranstaltung in Herne rund um das Fest zur Hochzeit. Erstmals beteiligten sich auch das Dekanat Emschertal und der Evangelische Kirchenkreis Herne mit einem „Stand der Kirchen“ an dem Event – bewusst dezent, ohne große Banner, dafür aber mit einer Frage, die viele Besucher innehalten ließ.

Gemeinsam mit ihren Brautjungfern und ihrer Mutter ließ sich Jaqueline Pusch (3. v. r.) an der Fotobox ablichten. Foto: Plamper

 

von Elisabeth Plamper

Inmitten von bauschigem Tüll, edlem Schmuck, aufwendigen Tischdekorationen, stylischen Frisurvorschlägen und Unterhaltungsangeboten für das Hochzeitsfest fällt eine Staffelei mit einem in Pastell­tönen gehaltenen Bildplakat ins Auge. Über zwei ineinander verschlungenen Ringen ist zu lesen: „Was hält Paare zusammen?“

Diese Frage stellen der Kirchenkreis Herne und das Dekanat Emschertal den Besuchern der „Wedding Time“. Fünf Antworten stehen zur Auswahl – wie beispielsweise „miteinander reden“ und „gemeinsame Werte“. Mit einem Wurf bunter Bälle in die entsprechenden Plexiglassäulen darunter kann abgestimmt werden. Manche Besucher entscheiden sich spontan, andere zögern einen Moment. Eine Brautmutter entscheidet sich nach kurzem Überlegen für die Antwort „Treue und Vertrauen“, für die auch bis zum Ende der Veranstaltung die Mehrheit der Teilnehmer an der Umfrage votet.

Ein weiterer Anziehungspunkt ist das „Fotoshooting“ mit einer Fotobox vor einer dunklen Kirchentür. Eine willkommene Aktion zur Erinnerung an die aufregenden Vorbereitungen der eigenen Hochzeit im Oktober, findet Messebesucherin Jaqueline Pusch.

Aber es ist auch ein Zwischenstopp, der die Kirche mit ihren verschiedenen Facetten rund um Liebe, Partnerschaft und Ehe in den Fokus der Besucher rückt. „Wir kommen hier mit vielen Menschen ins Gespräch“, sagte Rebecca Göke, Dekanatsreferentin für Jugend und Familie.

Sich das Jawort auch vor Gott zu geben, hat eben (wieder) eine besondere Bedeutung, aber es ist auch mit Fragen verbunden, wie sich aus den Gesprächen schließen lässt. „Viele Paare nutzen die Gelegenheit, sich über das Angebot von Ehevorbereitungskursen zu informieren“, fasst Rebecca Göke zusammen. Gemischt konfessionelle Paare empfinden es zudem als positiv, dass sie am „Stand der Kirchen“ katholische und evangelische Seelsorger gleichermaßen auf ihre Möglichkeiten kirchlicher Trauungszeremonien ansprechen können.

Rede und Antwort standen unter anderem der stellvertretende Dechant Pfarrer Ludger Plümpe sowie der evangelische Pfarrer Arnd Röbbelen.

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