Flüchtlinge lernen Deutsch

Am Anfang war eine spontane Idee

Fröhliche Kindergesichter gab es beim Reiten auf dem Schwerter Sonnenregenhof. Foto: Krehl

 

Schwerte. Erst war es eine spontane Idee, nun geht das Begegnungscafé für Flüchtlinge in Schwerte schon in die fünfte Woche. Haupt- und Ehrenamtliche der Pfarrgemeinde St. Marien öffnen montags bis donnerstags vormittags das Pfarrheim in der Schwerter Innenstadt für Flüchtlinge und ermöglichen Begegnungen mit interessierten Gemeindemitgliedern.

Rund 150 Menschen – unter anderem aus Syrien, Albanien, Bosnien, dem Irak, aus Eritrea, Äthiopien und Afghanistan – sind übergangsweise in Schwerte in der Turnhalle am Stadtpark untergebracht. „Wir wollten die Gäste in unserer Stadt kennenlernen und ihnen Begegnungen mit Schwerterinnen und Schwertern ermöglichen“, sagt Gemeindereferentin Elsbeth Bihler.

Hauptanliegen der Flüchtlinge ist aber, möglichst schnell Deutsch zu lernen. Und so wird nicht nur Tee und Kaffee getrunken, sondern es wird auch sehr konzentriert Deutsch gelernt. Bis zu 60 Männer und Frauen drängen sich um die Tische, um mit den 10 bis 12 ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern zu lernen. Rund 30 Kinder werden von anderen Freiwilligen mit Spielen und Bilderbüchern beschäftigt, sie lernen deutsche Sprachbrocken so ganz nebenbei.

Der Schwerter Busunternehmer Christoph Guntermann chauffierte eine Gruppe von 40 Kindern mit ihren Eltern zum gemeindeeigenen Reiterhof Sonnenregen. Dort konnten die Kinder für einige Stunden die Turnhallen-Tristesse und etwas von den Schrecken der Flucht vergessen. Für die Rückreise standen Privat-Pkw bereit. Zuvor hatten zahlreiche gespendete Kindersitzerhöhungen das Pfarrheim erreicht.

Autor: kr

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