Die Schöpfung retten!

Ein Kommentar von Matthias Nückel

Foto: Rainer Sturm/pixelio

 

Mit großer Wucht ist das Orkantief „Friederike“ in der vergangenen Woche über Deutschland hinweggefegt. Vor allem die Mitte Deutschlands – und damit auch die Menschen im Erzbistum Paderborn – waren betroffen. Zwar wurden nicht – wie bei „Kyrill“ vor elf Jahren – ganze Wälder flächendeckend zerstört, aber auch die Schäden durch „Friederike“ sind enorm. Acht Menschen wurden durch das Unwetter getötet. Von etwa 500 Millionen Euro Sachschaden sprechen die Versicherungen in einer ersten Bilanz.

Der Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen. Extreme Wetter nehmen immer mehr zu. Das Jahr 2017 war eines der drei wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Gletscher schmelzen und Inselstaaten drohen vom Meer verschlungen zu werden.

Papst Franziskus hat in seiner Umwelt-
enzyklika „Laudato si“ deutlich darauf hingewiesen, dass etwas geändert werden muss, um die Schöpfung Gottes zu retten. Die gegenwärtige Lebensweise der Menschen nennt er „selbstmörderisch“.

Theoretisch haben die meisten Politiker dies verstanden. Sie haben das Pariser Klimaschutzabkommen unterzeichnet. Doch in der Praxis ist es mit der Umsetzung noch nicht weit her. So wird hierzulande zum Beispiel viel zu wenig gegen den Schadstoffausstoß von Autos unternommen, weil die Politik weiter die Hand über die Hersteller hält – allen Betrügereien beim Diesel zum Trotz. Und auch der Braunkohleabbau frisst sich weiter durch die Landschaft – als hätten die Braunkohlekraftwerke nichts mit dem Klimawandel zu tun.

Es ist dringend Zeit für die klimapolitische Wende. Jedes weitere Abwarten wird noch mehr Menschenleben kosten und riesige Sachschäden verursachen. Gott hat uns seine Schöpfung nicht anvertraut, damit wir sie zerstören.

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