Details begeisterten beim Ostergarten

Ausstellung mit Lego-Szenarien lockte mehr als 2 300 Besucher in zwei Wochen nach Dortmund-Kurl

Dortmund-Kurl. Als der Lego-Ostergarten in Letmathe zu sehen war, kamen rund 1 000 Besucher in zwei Wochen. Mit dieser Zahl wäre auch Pfarrer Manfred Wacker vom Pastoralen Raum Dortmund-Nordost, der die Ausstellung in die Kirche St. Johannes Baptist holte, zufrieden gewesen. Doch alle Erwartungen wurden weit übertroffen. „Wir zählten etwas mehr als 2 300 Besucher“, so Wackers Fazit.

Für große Nachfrage sorgte die Lego-Osterausstellung in der Kirche St. Johannes Baptist in Kurl. Foto: Wacker

 

von Wolfgang Maas

An manchen Tagen sei die Gemeinde in Kurl fast an die Grenzen ihrer Kapazität gestoßen. Doch durch das große Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sei alles glatt gegangen, so Wacker. „Die Resonanz war überwältigend, es ist sehr gut gelaufen“, fasst der Geistliche zusammen.

„Insgesamt gab es 54 angemeldete Gruppen“, freut sich Pastor Wacker. Die Hälfte davon kamen von Grundschulen und Kindergärten. Aber auch Mitglieder von Gruppen für Erwachsene ließen es sich nicht nehmen, eine Führung zu buchen. Lego ist eben doch mehr als ein Spielzeug für Kinder, hat auch in der Welt der Großen noch seine Relevanz. Auch nachmittags war „an jedem Tag etwas los“. Das war ein Stück weit die Sorge der Organisatoren. Dass die Menschen am Wochenende Zeit haben, war klar. Aber dass auch unter der Woche zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen, war doch etwas überraschend.

Auch die Aktion „Lego bei Nacht“, die es zuvor noch nie im Rahmen der Wanderausstellung gegeben hat, stieß auf breite Zustimmung. „In den ersten anderthalb Stunden kamen 180 Leute. Einige davon hatten die Ausstellung bereits bei Tageslicht gesehen und ließen sie nun abends auf sich wirken.“

Am Ende des Rundgangs durch die Ausstellung gab es eine Stellwand, auf der jeder seine Meinung und seine Eindrücke notieren konnte. „An die 1 000 Zettel hingen an der Stellwand“, betont Pastor Wacker. Dabei ging es nicht einfach nur um „hat mir gefallen“ oder „hat mir nicht gefallen“. Vielmehr zeigte sich, dass vor allem Kinder sehr auf Details achteten. So stand in typischer Grundschülerschrift auf einem Zettel, dass es beim Letzten Abendmahl gar kein Brot gab. Und wirklich: Auf dem Teller von Jesus lag ein Croissant.

An einer anderen Stelle sorgte ein kleines weißes Huhn für Aufsehen, das auf einem Dach saß. Natürlich war das kein Zufall, sondern passte zur Szene: „Noch ehe der Hahn kräht ...“ – Petrus schaute übrigens von unten zu. Doch genau diese vermeintlichen Kleinigkeiten, die Erwachsene schnell übersehen, waren den Mädchen und Jungen wichtig – und boten einen guten Anknüpfungspunkt, um über die biblische Ostergeschichte zu sprechen.

Insgesamt sind die Ehrenamtlichen und Pastor Wacker so zufrieden, dass es eine Wiederholung geben wird – allerdings nicht zu Ostern. „Im kommenden Jahr holen wir die Lego-Weihnachtsausstellung nach Dortmund.“ Die meisten Helferinnen und Helfer haben bereits zugesagt, dann wieder mitzumachen. Und auch „Lego bei Nacht“ soll es 2019 wieder geben, wahrscheinlich sogar an zwei Abenden.

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