Den Frieden suchen

Ein Kommentar von Matthias Nückel

Die meisten Menschen in Deutschland verlebten mit Freude am vergangenen Wochenende (7. und 8.April) die ersten warmen Sonnentage dieses Jahres. In Münster und in Paderborn jedoch war von der unbeschwerten Frühlingsstimmung nichts zu spüren.

Foto: pixabay

 

In Paderborn wurden Tausende Menschen evakuiert, weil eine Weltkriegsbombe entschärft werden musste. Noch katastrophaler traf es Münster. In der Stadt, in der im Mai der Katholikentag stattfindet, raste ein Amokfahrer in eine Menschenmenge. Tote und Verletzte sind zu beklagen.

Obwohl beide Ereignisse nichts miteinander zu tun haben, werfen sie jeweils ein besonderes Licht auf das Leitwort des Katholikentages „Suche Frieden“. Die Bombe in Paderborn führt uns allen vor Augen, dass die gefährlichen Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkrieges nach Jahrzehnten noch präsent sind. Die Blindgänger sind eine ständige Bedrohung. Die Männer des Kampfmittelräumdienstes riskieren ihr Leben, um die Bomben zu entschärfen.

Die Amokfahrt in Münster – auch wenn sie nicht politisch motiviert war – zeigt deutlich, dass es die absolute Sicherheit in der heutigen Zeit nicht gibt. Ob Terroristen oder andere Täter – sie alle können jederzeit den Frieden bedrohen.

Die grauenvolle Tat von Münster, der Stadt des Friedens, wird sicher die Veranstaltungen des Katholikentages und auch die Stimmung dort beeinflussen. Die Sicherheitsvorkehrungen werden gewiss verstärkt werden.

Die schreckliche Amokfahrt von Münster wie auch die Bombe von Paderborn haben einen Monat vor dem Katholikentag mehr als deutlich gemacht, dass das Leitwort „Suche Frieden“ aktueller denn je ist.

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