Das gedruckte Wort hat Zukunft

Erzbischof Becker segnet neue Halle und Druckmaschine der Bonifatius GmbH

Erzbischof Hans-Josef Becker segnet die neue Druckmaschine im Beisein von Geschäftsführer Rolf Pitsch (vorne li.) und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Richard Böger (2.v.li.) sowie Mitarbeitern der Druckerei. Foto: Auffenberg

 

Paderborn. Während einer Feierstunde hat Erzbischof Hans-Josef Becker am Montag dieser Woche die neue Halle und die neue Druckmaschine der Bonifatius GmbH in Paderborn gesegnet. Die Festredner waren sich einig, dass das gedruckte Wort – trotz der Digitalisierung – weiterhin eine Zukunft hat.

von Matthias Nückel

In seiner Ansprache verwies Erzbischof Becker auf die zahlreichen Verbindungen zwischen dem Erzbistum und der Bonifatius GmbH. Er nannte unter anderem die Bibelausgabe „Bilder des Heiles“, das neue Gotteslob und die Kirchenzeitung Der DOM, die von der Bonifatius-Druckerei erstellt wurden und werden. Dies alles sei nicht ohne qualifizierte Mitarbeiter und die neue Technik möglich, betonte der Erzbischof und fügte hinzu: „Ich freue mich, dass wir mit Bonifatius einen Profi in nächster Nähe haben.“ Becker würdigte zugleich, dass die Bonifatius GmbH immer den Mut gehabt habe, um vorne mitspielen zu können.

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens, Dr. Richard Böger, hatte zuvor schon bei der Begrüßung betont, dass das gedruckte Papier auch in den nächsten Jahren noch eine unersetzbare Rolle haben werde. Die ersten konkreten Überlegungen zum Kauf der Druckmaschine und zum Bau der Halle habe es schon 2005 gegeben, berichtete Dr. Böger. Ende November 2016 sei der erste Spatenstich und im Februar dieses Jahres die Fertigstellung erfolgt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter den Paderborner Bürgermeister Michael Dreier, Generalvikar Alfons Hardt, den Präsidenten des Bonifatiuswerkes Heinz Paus, den Geschäftsführer des Bonifatiuswerkes Monsignore Georg Austen, den Stiftungsvorstand der Franz-von-Sales-Stiftung Dechant Dr. Hermann Wieh, Geschäftspartner, Aufsichtsrat, Vertreter von Banken und Behörden sowie nicht zuletzt etwa 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bonifatius GmbH.

Der Vorsitzende des Betriebsrates Lucius Ledwinka nannte die Einweihung der neuen Druckhalle „einen guten Tag für unsere Kolleginnen und Kollegen“. Dies sei eine „Investition in unsere Zukunft“. Mit alter Technik könne man auf Dauer nicht bestehen, und auf dem neusten Stand zu sein, das sei auch wichtig für die Auszubildenden. Ledwinka dankte dem Aufsichtsrat und dem Bonifatius-Geschäftsführer Rolf Pitsch dafür, dass „hier etwas Großes entstanden ist“.

Geschäftsführer Pitsch sagte, der Einsatz von rund 10,5 Millionen Euro sei eine Investition in die Zukunft, um die Bonifatius GmbH auch weiter stabil zu machen. Dieser große Sprung nach vorne sei notwendig, weil sowohl der Preiskampf in der Druckbranche als auch das Qualitätsbewusstsein der Kunden wachse. Er verwies darauf, dass Ökologie und Nachhaltigkeit für die Bonifatius GmbH wichtige Themen seien. So würden Papierreste der Wiederverwertung zugeführt und die Abwärme für die Heizung genutzt. Pitsch schloss seine Rede mit einem klaren Bekenntnis: „Wir glauben nicht nur vom Kopf, sondern auch vom Herzen her an die Verbreitung des gedruckten Wortes.“Erzbischof Becker segnete nach einem Gebet ein Lebensbaumkreuz, das in der neuen Druckhalle aufgehängt wurde und anschließend die neue Druckmaschine.

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