Christliches Handeln in der Stadt

Katholische Stadtkirche blickt beim Lichtmesstreffen auf die Krankenhausseelsorge

Propst Andreas Coersmeier (links) überreichte beim Gottesdienst zum Lichtmesstreffen Kerzen an Vertreterinnen und Vertreter der zehn Pastoralen Räume in Dortmund. Fotos: Bodin/pdp

 

Dortmund (pdp). Das Bibel­wort „Ich war krank und ihr habt mich besucht“ (Mt 25,36) stand über dem Lichtmesstreffen der Katholischen Stadtkirche. Dabei ging es um christliches Handeln in der Stadt am Beispiel der Krankenhausseelsorge. Diese sei heute viel mehr als nur ein Set bestimmter christlicher Riten, erläuterte Pfarrer Thomas Müller, Seelsorger am St.-Johannes-Hospital. Es gehe um die Begegnung von Mensch zu Mensch bei der Haupt-, Neben- und Ehrenamtliche eng zusammenarbeiten würden.

Mehr als 150 der eingeladenen Mitglieder aus Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen, Priester, Gemeindereferentinnen und -referenten sowie Gemeindeassistenten waren zum Gottesdienst in der Propstei­kirche und zum anschließenden „Abend der Begegnung“ gekommen. Im Gottesdienst hatte Propst Andreas Coersmeier den Vertretern aus den zehn Pastoralen Räumen in Dortmund jeweils eine Kerze überreicht.

Impulse zum Thema des Abends gaben im Anschluss Pfarrer Frank Wecker, Diöze­san­beauftragter für die Krankenhausseelsorge und Seelsorger am Klinikum Dortmund, Martina Niedermaier, Seelsorgerin am Klinikum Dortmund sowie Pfarrer Thomas Müller, Seelsorger am St.-Johannes-­Hospital. Außerdem beteiligten sich ehrenamtliche Helferinnen sowie der evangelische Krankenhausseelsorger Olaf Kaiser. Er beschrieb vor allem die gute Ökumene der Seelsorge im Krankenhaus. „Alles, was zusammen geht, machen wir auch gemeinsam“, sagte er.

Nach Ulrike Hasselbeck, stellvertretende Bundes- und Diözesanvorsitzende der Grünen Damen, ist die ehrenamtliche Krankenhaushilfe heute wichtiger denn je. Mehr Einpersonenhaushalte, ältere Patienten mit ebenfalls älteren Angehörigen und Patienten, die zu besonderen Behandlungen von weit her kommen, seien Gründe dafür, dass viele Kranke nur wenig Besuch erhalten würden.

„Diese freuen sich sehr, wenn jemand kommt, der einfach nur zuhört“, berichtete Marianne Piekarski von den Grünen Damen am Klinikum Dortmund. Auch kleine Besorgungen – ein Buch aus der Bücherei und im Notfall ein Kleidungsstück aus der Kleiderkammer – würden dazu beitragen, den kranken Menschen den Aufenthalt in der Klinik zu erleichtern.

Die Motivation zu diesem ehrenamtlichen Dienst komme aus ihrer christlichen Überzeugung, aber auch ganz allgemein aus einer Liebe zu den Menschen, erklärte Marianne Piekarski.

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